Geriatrie/Altersmedizin

Behandlungsspektrum

In unserem Fachbereich für Altersmedizin betrachten wir das Thema Geriatrie ganzheitlich. Der Patient mit seinem ganz individuellen Hintergrund steht bei uns im Mittelpunkt und erfährt eine auf ihn abgestimmte, altengerechte Diagnostik und Therapie. Mit Kompetenz und Fürsorge kümmert sich unser Team um die Patienten – für mehr Lebensqualität und Selbstständigkeit im Alter.

Unser multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegern, Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten, Psychologen, Sozialarbeitern und Seelsorgern nimmt akut erkrankte Patienten auf, die älter als 70 Jahre sind und zusätzlich unter mehreren chronischen Erkrankungen leiden. Neben einer umfangreichen akutmedizinischen Versorgung erhalten sie zudem eine frührehabilitative Behandlung. Das geriatrische Team setzt die Rehabilitationsmaßnahmen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen um.

Der geriatrische Fachbereich ist eine Abteilung der Inneren Medizin unter Leitung von Chefarzt Dr. Stefan Burg.

Im Alter verändert sich der menschliche Körper. Organe, Gewebe, Knochen und auch das Gehirn lassen in ihrer Leistungsfähigkeit und Stabilität nach. Die Folge sind häufig multiple Erkrankungen und multiple funktionelle Einschränkungen in wechselseitiger Beziehung. Die Ansprüche an die medizinische Versorgung steigen somit.

Geriatrische Einstufung im Krankenhaus
Als „geriatrisch“ gilt ein Patient dann, wenn er über 70 Jahre alt ist, unter einer akuten und mehreren chronischen Erkrankungen leidet sowie darüber hinaus eines der folgenden Kriterien erfüllt:

  • Beeinträchtigung in den Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Pflegestufe nach der Pflegegesetzgebung
  • neuropsychologisches Defizit

Patienten, bei denen der rehabilitative Aspekt im Vordergrund der Behandlung steht, werden vornehmlich in geriatrischen Reha-Einrichtungen oder in der ambulanten Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie versorgt.

Ganzheitlich
Eingebettet in die interdisziplinäre Diagnostik und Therapie profitieren unsere Patienten gleichzeitig von der geriatrischen frührehabilitativen Behandlung. Ein multiprofessionelles Team unter ärztlicher Leitung des Geriaters setzt die Rehabilitationsmaßnahmen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen um. Im Mittelpunkt steht immer das Wohlbefinden des Patienten.

Interdisziplinär
In der geriatrischen Medizin nimmt die ärztliche Zusammenarbeit mit allen vorhandenen Fachbereichen einen hohen Stellenwert ein. So können wir dem Patienten schnell und ohne umständliche Verlegungen die bestmögliche Behandlung anbieten.
In unserem Krankenhaus profitieren die älteren Patienten von den bereits vorhandenen Fachbereichen der Inneren Medizin, Unfall- und Viszeralchirurgie, der Schmerztherapie, Psychosomatik und natürlich der Notfallmedizin mit der Intensivstation.

Förderung der Selbstständigkeit
In enger Zusammenarbeit mit den Hausärzten und anderen geriatrischen Versorgungseinrichtungen steht das selbstbestimmte Leben der uns anvertrauten älteren Menschen im Vordergrund. Herzstück unserer neuen Abteilung ist der multifunktionale, großzügig ausgelegte Therapieraum. Hier stehen neben Ergometer und Gleichgewichtstrainer auch moderne computergestützte Geräte zum Gedächtnistraining, Steigerung der Reaktionsschnelligkeit und Motorik bereit.
Abhängig von den kurzfristig erreichten Behandlungsergebnissen kann unter Umsetzung des 2016 neu verfassten Geriatriekonzepts von Rheinland-Pfalz bei vorliegender ärztlicher Indikation und Kostenzusage eine weitere Behandlung in geriatrischen Rehabilitationskliniken erfolgen.

Versorgung über den Standard hinaus
Unser Kreiskrankenhaus bietet nicht nur ein über das normale Maß der Grund- und Regelversorgung hinausgehendes medizinisches Behandlungssspektrum an. Es verfügt außerdem über ein in unmittelbarer Nähe befindliches Seniorenzentrum mit angegliederten Kurzzeitpflegeplätzen. Langfristig ist neben dem Ausbau der geriatrischen Bettenzahl mit entsprechender Zertifizierung die Einrichtung einer geriatrischen Tagesklinik in Vorbereitung. Somit werden alle für die älteren Patienten notwendigen Versorgungsstrukturen in Wohnortnähe angeboten.

Verschiedene Zugangswege in unsere Akutgeriatrie

  • Notfallaufnahme durch Rettungsdienst oder Hausarzt mit Einweisung:
    Direktübernahme von der zentralen Notaufnahme bei Bedarfsfeststellung durch das Geriatrie-Aufnahme-Screening
  • Verlegung aus einem anderen Krankenhaus oder einer anderen Einrichtung/ gezielte Anmeldung durch den Hausarzt/Facharzt oder Patient/Angehörigen:
    Die Aufnahmesteuerung erfolgt über unser zentrales Belegungsmanagement.

Wie melde ich einen Patienten für die Akutgeriatrie an?

Die Aufnahmesteuerung erfolgt über unser zentrales Belegungsmanagement.
Sie erreichen uns von montags bis freitags von 07:30 – 15:30 Uhr unter der Telefonnummer:

06581 82-1268

Auch bei allgemeine Fragen oder Unsicherheiten, ob Sie oder Ihre Angehörigen für unsere Akutgeriatrie geeignet sind, stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung.


Unsere geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung umfasst unterschiedliche und aufeinander abgestimmte Therapieschritte. Die aufeinander einwirkenden Einheiten sorgen für eine schnelle und umfassende Rehabilitation. Dabei fördern wir die Selbstständigkeit unserer Patienten und setzen auf eine enge Zusammenarbeit mit den Hausärzten und anderen geriatrischen Versorgungseinrichtungen, um ein möglichst selbstbestimmtes Leben der uns anvertrauten älteren Menschen zu erreichen.

Herzstück unserer Abteilung ist der multifunktionale, großzügig ausgelegte Therapieraum. Hier stehen neben Ergometer und Gleichgewichtstrainer auch moderne computergestützte Geräte zum Gedächtnistraining, der Steigerung der Reaktionsschnelligkeit und Motorik bereit.

In unserem Team arbeiten zusammen:

  • Ärzte verschiedener Fachrichtungen
  • Pfleger
  • Logopäden
  • Ergo- und Physiotherapeuten
  • Psychologen
  • Sozialarbeiter
  • Seelsorger

 

 

Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko von Unfällen, beispielsweise durch Stürze; auch der operative Ersatz von Gelenken nimmt zu. Gleichzeitig sind die Folgen eines Sturzes oder einer OP im Alter häufig drastischer – (erhöhte) Pflegebedürftigkeit, Einschränkung der Mobilität und der Lebensqualität gehen nicht selten mit dem alterstraumatologischen Ereignis einher.

Deshalb erfordert die Alterstraumatologie eine besondere Kompetenz der behandelnden Ärzte. Das Zentrum für Altersmedizin arbeitet in diesem Bereich eng mit der Abteilung für Orthopädie, Unfall- & Handchirurgie um Chefarzt Dr. med. Thomas Poss zusammen, um den Patienten eine bestmögliche Versorgung anbieten zu können.

Durch die enge Zusammenarbeit der Abteilungen ergeben sich folgende Vorteile:

  • frühzeitige Post-OP-Behandlung bei gemeinsamer Therapieführung (Geriater/Unfallchirurg)
  • umfassende Abklärung von Sturzursachen
  • engmaschige Begleitung von Therapiemaßnahmen
  • Vermeidung bzw. frühzeitige Beherrschung von Komplikationen
  • frühzeitige Wiedererlangung von Fähigkeiten
  • elektive Gelenkersatztherapien bei schmerzhaften Arthrosen
  • gemeinsame Visiten durch Geriater und Traumatologen

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Orthopädie, Unfall- & Handchirurgie.

 

Mit der physiologischen Veränderung des Körpers und der Zunahme von (chronischen) Erkrankungen im Alter vervielfacht sich meist auch der Medikamentenbedarf. Damit die einzelnen Präparate ihre Wirkung entfalten können und sich nicht gegenseitig hemmen oder potenzieren, ist die Abstimmung des Medikamentenplanes essentiell.

Polypharmazie – den Überblick behalten
Gemeinsam mit den Patienten und ihren Ärzten behalten wir den Überblick und beraten zur Verträglichkeit der Kombination von Arzneistoffen, zu deren Einnahmezeiten und Dosierung. Das Team um Chefarzt Dr. med. Carl-Friedrich Körner, Facharzt für Innere Medizin, Pharmakologie, Angiologie und Hypertensiologie, steht mit seinem Fachwissen und langjähriger geriatrischer und pharmakologischer Erfahrung den Patienten mit Rat und Tat zur Seite.

Leitbild zur Medikamentierung
Grundsätzlich orientiert sich unsere Beratung an den folgenden Leitsätzen:

  • möglichst wenige, aber gut bekannte Medikamente einsetzen
  • Medikamente mit Wirkung auf das Zentrale Nervensystem kritisch einsetzen
  • Endpunkte der Therapie definieren
  • Nierenfunktion beobachten
  • ausführliche Beschriftung
  • ausführliche Information von Patienten und deren Angehörigen


Auch der Sozialdienst spielt bei der Genesung der Patienten und der Rückkehr in den Alltag eine wichtige Rolle. Besonders dann, wenn sich durch einen Unfall oder eine Erkrankung die Lebenssituation unserer Patienten verändert, sind sie oftmals auf Unterstützung angewiesen. Hier kann das Zentrum für Altersmedizin auf die qualifizierte Unterstützung des Sozialdienstes um Sozialarbeiter Hermann-Josef Rommelfanger zählen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Sozialdienstes.

Kontakt

Sekretariat

Tel.: 06581 - 82 1400
Fax:  06581 - 82 1806

Ansprechpartner

Sascha Conrad

Belegungsmanager
Tel.: 06581 – 82 1268
Fax: 06581 – 82 1880
Mail: s.conradkh-saarburg.de

Karin Etringer

Sekretariat
Tel.: 06581 - 82 1400
Mail: k.etringerkh-saarburg.de