Zentrum für konservative Orthopädie / Schmerztherapie

Behandlungsspektrum

Unser Zentrum für konservative Orthopädie / Schmerztherapie vereint die Expertise zweier medizinischer Fachabteilungen, um Ihnen das bestmögliche Behandlungsergebnis bieten zu können. Das interdisziplinäre Team um die beiden leitenden Oberärzte Rainer Ritzer, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Dr. med. Ingo Zerbe, Facharzt für Anästhesiologie und Spezielle Schmerztherapie, verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz.

Behandelt werden Patienten mit akuten und chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei denen ambulante Therapiemöglichkeiten nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben, und ein operativer Eingriff nicht indiziert ist oder vom Patienten nicht gewünscht wird. Im Rahmen der Schmerztherapie geht es darum, gemeinsam mit dem Patienten einen eigenverantwortlichen Umgang mit dem Schmerz zu entwickeln.

Konservative Orthopädie

Bei unserer Arbeit bedienen wir uns modernster Diagnoseverfahren und bewährter Therapien. Den Schwerpunkt stellen Erkrankungen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule dar, welche durch verschleißbedingte Veränderungen und/oder Bandscheibenvorfälle mitverursacht sind oder als Folgeerscheinungen von Unfällen auftreten.

  • Manual-medizinische Diagnostik
  • Labordiagnostik
  • Röntgendiagnostik
  • Sonographie der Weichteile und Gelenke
  • Computertomographie
  • Magnetresonanztomographie
  • Computergestützte Muskelkraftmessung
  • Konsiliarisch neurologische Diagnostik

Bei chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates haben wir nach Ausschöpfung der ambulanten Therapie die Möglichkeit einer stationären, multimodalen Komplextherapie. Hierbei arbeiten Ärzte, Physiotherapeuten, Psychologen und das Pflegepersonal nicht nur zusammen am Patienten, sondern eng untereinander vernetzt mit dem Patienten an einem gemeinsamen Ziel – der Schmerzreduktion und Verbesserung der körperlichen Funktion. Bei Bedarf unterstützt uns ein spezieller Schmerztherapeut.

Voraussetzung für eine intensive Therapie ist eine drohende Chronifizierung der Beschwerden trotz einer vorangegangenen ambulanten Therapie durch den niedergelassenen Orthopäden, Chirurgen oder Rheumatologen. Mögliche Bausteine der Therapie sind:

  • Medikamentöse Schmerztherapie
  • Infiltrationsbehandlungen im Bereich der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamenten
  • Intraartikuläre Injektionen
  • Akupunktur
  • TENS
  • Physiotherapie
  • Balneophysikalische Maßnahmen (Bewegungsbad, medizinische Trainingstherapie, Fango, Massage, Elektrotherapie)
  • Entspannungsverfahren (z. B. Progressive Muskelentspannung nach Jacobson)

Schmerztherapie

Schmerzen haben als Warnsignal eine wichtige Schutzfunktion für den Körper. Wenn sich der Schmerz als andauernder Begleiter einstellt, wenn er das Alltagsleben, die Arbeitsfähigkeit und die Seele belastet, wenn das Leben eines Menschen dauerhaft über Monate oder gar Jahre vom Schmerz dominiert wird, dann sprechen wir von chronischen Schmerzen.

Vor Einleitung einer Therapie erfolgt, meist nach einem ambulanten Vorgespräch, die interdisziplinäre Diagnostik durch ein ärztliches Gespräch, die Sichtung der Vorbefunde, eine klinische Untersuchung, eine physiotherapeutische  Befunderhebung und eine psychologische Diagnostik (Assessment). Erst nach Abschluss der Diagnostik können die Behandlungsmöglichkeiten mit Ihnen als Patienten individuell erörtert werden, Insbesondere inwiefern ein stationärer Aufenthalt erforderlich ist. Unsere neue Schmerzstation wurde dafür speziell auf die Bedürfnisse von Schmerzpatienten abgestimmt. Freundliche Farben, ein eigener Aufenthalts- und Entspannungsraum sowie der Ausblick auf Saarburg und Umgebung sorgen dafür, dass Sie sich rundherum wohlfühlen können.

Im Bereich der stationären Therapie bieten wir neben einer individuellen Kurzbehandlung vor allem eine circa dreiwöchige Behandlung in der Gruppe an. So profitieren Sie von den positiven Effekten der Gruppendynamik und haben die Möglichkeit zum intensiven Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen, ohne auf Einzelbehandlungen und individuelle Therapiegestaltung verzichten zu müssen. Wir setzen  auf die Kompetenz und aktive Mitarbeit unserer Patienten.

Die Therapie chronischer Schmerzen basiert auf dem biopsychosozialen Modell der Schmerzentstehung unter Beachtung von Chronifizierungsfaktoren. Hierbei werden körperliche, psychische und soziale Aspekte im individuellen Zusammenhang berücksichtigt und in ein ganzheitliches Therapiekonzept zur Schmerz- und Krankheitsbewältigung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen integriert.

Wir arbeiten nach einem multimodalen (lat. „auf viele Weisen“) Therapieansatz  in einem  Behandlungsteam, das aus Ärzten mit Zusatzqualifikation in spezieller Schmerztherapie, Dipl.-Psychologinnen, Physiotherapeuten, sowie Fach- und Pflegekräften besteht. Bei Bedarf können jederzeit weitere Fachleute z.B. aus anderen Abteilungen wie Innere Medizin, Psychosomatik, Chirurgie etc. hinzugezogen werden.

Die Anmeldung zur Diagnostik und nachfolgenden Therapie kann durch Sie persönlich oder Ihren behandelnden Arzt über das Sekretariat der Schmerztherapie erfolgen. Als Nächstes erhalten Sie entweder durch Zusendung oder persönliche Abholung einen Schmerzfragebogen. Diesen senden Sie uns bitte vollständig ausgefüllt baldmöglichst zurück.

Daraufhin erhalten Sie einen Termin entweder zur ambulanten Vorstellung oder zur stationären Diagnostik. Zur Erstuntersuchung bringen Sie bitte sämtliche für die Schmerzen relevanten Befunde der vorbehandelnden Ärzte mit, da wir Informationen über das bisherige Beschwerdebild sowie über bereits durchgeführte Diagnostik und Therapie benötigen. Für eine ambulante Vorstellung ist außerdem eine Überweisung, für die kurzstationäre Diagnostik (Assessment) und für die stationäre Therapie ein Einweisungsschein Ihres Hausarztes bzw. behandelnden Arztes erforderlich.

Patienten mit Tumorschmerzen und dringend zu behandelnden Schmerzen erhalten kurzfristig einen Termin in der Schmerzambulanz. Eine direkte stationäre Aufnahme zur Schmerzbehandlung ist nur in Ausnahmefällen nach persönlicher Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt möglich.

  • Chronische Kopf-und Gesichtsschmerzen
  • Chronische Rückenschmerzen
  • Chronische Schmerzen des Bewegungssystems
  • Neuropathische Schmerzen (u.a. Zoster-Neuralgie)
  • Ganzkörperschmerzen, Fibromyalgie
  • Schmerzen ohne erkennbare Ursache
  • Erkennen von Schmerzauslösern
  • Erlernen/Vermittlung von Techniken zur Schmerzlinderung
  • Optimierung, ggf. Reduktion der Schmerzmedikation
  • Aufbau von Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit
  • Schmerzen besser akzeptieren, selbstständig und aktiver bewältigen
  • Tägliche ärztliche Visite
  • Körperliche Aktivierung
  • Physiotherapie
  • Bewegungsbad
  • Psychotherapeutische Schmerzbewältigung in Gruppen und Einzelgesprächen
  • Entspannungsübungen
  • Körperwahrnehmungstraining
  • Ergotherapie
  • Qigong
  • Yoga
  • Patientenschulung zum Thema „chronischer Schmerz"

Kontakt

Sprechstunden

Montag: 12:30 - 16:30 Uhr
Dienstag: 12:30 - 16:30 Uhr
Donnerstag: 12:30 - 16:30 Uhr

Sekretariat Unfallchirurgie / Orthopädie

Tel. 06581 - 82 1310

Sekretariat Schmerzambulanz

Tel. 06581 - 82 2425
Fax 06581 - 82 1825  

Ansprechpartner

Rainer Ritzer

Leitender Oberarzt konservative Orthopädie, Oberarzt Unfallchirurgie/Orthopädie, Hand- und Fußchirurgie; Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie; Zusatzbezeichung Chiurotherapie, Akupunktur

Tel.: 06581 - 82 2405
Mail: r.ritzerkreiskrankenhaus-saarburg.de

Dr. med. Ingo Zerbe

Leitender Oberarzt, Facharzt für Anästhesiologie, Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin Notfallmedizin, Chirotherapie

Tel.: 06581 - 82 1220
Mail: i.zerbekreiskrankenhaus-saarburg.de

Anna Weber

Sekretariat

Tel.: 06581 - 82 2425
Mail: a.weberkreiskrankenhaus-saarburg.de